Goldwährungen: Tradition und Ausblick – 1
Seit Menschen Metalle fördern und verarbeiten, kommt Gold eine wesentliche Rolle als Zahlungsmittel oder als Grundlage von Währungen zu. Erst zu Beginn der 1970er Jahre wurde das Edelmetall durch die Aufgabe des sogenannten Goldstandards zu einem Anlageobjekt ohne Einfluss auf Währungen. Die Aachener Goldexperten des Edelmetallhandels Frings berichten über die geschichtlichen Grundlagen und die mögliche Zukunft von Gold als Währungsstabilisator.
In früheren Jahrhunderten behielten Währungen bestenfalls innerhalb einer Nation ihre Zahlungskraft. Im Austausch mit ausländischen Zahlungsmitteln bestimmte hingegen der Edelmetallanteil von Münzen oder Barren ihren Tauschwert. Durch die Ausdehnung internationaler Handelsbeziehungen und das goldbasierte Währungssystem des weltweit dominanten britischen Empires waren die bedeutenden Handelsmächte um das Jahr 1870 herum gezwungen, den Wert ihrer nationalen Währungen über reale Goldmengen zu bestimmen. Eine Mark des deutschen Kaiserreiches beruhte beispielsweise auf genau 0,36 Gramm Feingold, während einem US-Dollar 16,72 Gramm Feingold zugrunde lagen.
Der sogenannte Goldstandard führte dazu, dass Zahlungsmittel aus Gold bestehen oder in dieses umtauschbar sein mussten, was die Vorhaltung entsprechender Rücklagen des Edelmetalles bei den Zentralbanken erforderlich machte. Gold wurde damals in vielen internationalen „Kurantmünzen“ verwendet, die eine ihrem Nennwert entsprechende Menge an Gold oder Silber beinhalteten und im Gegensatz zu heutigen Sammlermünzen im Zahlungsverkehr eingesetzt wurden.
Das feste Wechselkurssystem des Goldstandards wurde durch den Ersten Weltkrieg aufgeweicht und brach schließlich unter dem Druck immer neuer Kriegsanleihen und ungedeckter Banknotenemissionen zusammen. Mitte der 1920er Jahre hatte sich die globale Wirtschaft weit genug erholt, um einer Wiedereinführung des Goldstandards zu erlauben, der jedoch nur sechs Jahre später in Folge der Weltwirtschaftskrise im Rahmen der „Sterlingkrise“ wieder aufgegeben werden musste.
www.edelmetallhandel-frings.de
Quelle:onejournal.de